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183 Jahre Tradition im Holzhandel

Vorwort

Das Forstwesen und in seinem Zusammenhang die Flößerei und Schifffahrt bildeten seit Jahrhunderten einen der wichtigsten Erwerbszweige des an Wäldern und Gewässern so reichen Landes Oberösterreich. Besonders im Enns- und Steyrtal waren Holzgewinnung und –Verarbeitung von größter Bedeutung. Die strategische Lage dieser beiden zur Donau strömenden Flüsse sowie der Holzreichtum des Hinterlandes ließen an den Gewässern viele Sägewerke und mannigfache Gewerbe entstehen. Ein solcher Betrieb war auch die alte und angesehene Holzhandlung Reder in Steyr und Wien, auf der die heutige Firma Holz-HRAD Ges.m.b.H. gründet.

Wir laden Sie herzlich ein, die 183-jährige Geschichte unserer Firma gleichsam mitzuerleben; einem Unternehmen, das sich aus kleinen Anfängen, allen auftretenden Krisen, Krieg und Wirtschaftsnot zum Trotz, immer wieder empor gearbeitet hat.

Geschichte der Firma

I. Herkommen der Familie Reder

Im uralten passauischen Markt Ebelsberg saßen die Reder seit jeher in ihren einfachen Fischerhäuschen und verdingten sich teils als einfache Fischer, teils als Hoffischer des bischöflich passauischen Stabes. Der erste urkundlich erwähnte Reder, allerdings ohne Vornamen,  begegnet uns 1580 in Ebelsberg als Hausbesitzer; des weiteren ist die Existenz des Fischers Hans Reder (1598) dokumentiert. Wir treffen sodann den Thomas Reder (1665-1732), wahrscheinlich der Enkel von Hans; ebenfalls Fischer in Ebelsberg. Sein Sohn Mathias (1694-1766) war Hoffischer der Herrschaft und besaß das damalige Hoffischerhaus im Markt. Mathias Reders gleichnamiger Sohn (1745-1823) zog aus der Heimat, zuerst nach Enns, dann nach Steyr, wo er die steyrische Linie der Reder begründete. Er übergab schließlich sein Haus samt Fischereirechten seinem dritten Sohn gleichen Namens (1796-1865). Seine beiden Söhne Franz Xaver (1821-1891) und Josef Reder (1825-1893) übten die Fischerei noch weiter aus, allerdings trat sie zugunsten des von ihnen begonnenen Holzhandels immer mehr in den Hintergrund. Josefs Sohn Karl schließlich legte dieses alte Familiengewerbe ganz zurück.

II. Kauf der Holzhandlung Kickinger in Steyrdorf

Von der Fischerei zur Flößerei, ist kein weiter und ein nur natürlicher Sprung. Mathias Reder, ein umsichtiger Mann, erkannte wohl, dass die Fischerei eine Familie mehr schlecht als recht ernähren konnte. So kam es, dass er nach reiflicher Überlegung die Holzhandlung seines Nachbarn Johann Kickinger erwarb. Vor 125 Jahren, am 1.September 1831, eröffnete Mathias Reder somit in Steyr eine Holzhandlung und legte damit den Grundstein für die Firma  J. & C. Reder; dieses Datum stellt somit den Geburtstag der Holzhandlung Reder dar.

III. Holzhandlung und Schiffsmeisterei unter Mathias Reder

1. Holzhandlung

Die Geschäftstätigkeit von Mathias Reder bestand vorerst in der Führung der Holzhandlung; 1847 gesellte sich die Reder´sche Schiffsmeisterei auf Enns und Donau hinzu. Zunächst führte Mathias Reder den Handel mit Waldprodukten in der Art seines Vorgängers fort und brachte aus dem Ennstal Rundholz und Scheiter, aus dem Steyrtal Schnittmaterial in den Verkehr. Seit alters her wurde das für die Enns abwärts gelegenen Hammerwerke bestimmte Eisen auf Flößen Fluss abwärts geführt. Der Einlauf an Floßstämmen war daher ein ziemlich bedeutender, und es galt, für dieses Langholz Absatz und Verwertung zu finden. Reder ließ also die Flöße in Steyr mit Schnittholz beladen und ebenso das in der Stadt nicht anbringliche Brennholz in sein Hauptlager nach Schwarzholz verflößen. Das Rund- und Scheitholz wurde im Ennstal bis nach Hieflau teils von den Grundherrschaften Lamberg, teils von bäuerlichen Besitzern erworben und ebenso wie das Schnittholz nach Schwarzholz verflößt, wo es, gesammelt und sortiert, dem Verkauf zugeführt wurde.  Das Absatzgebiet der Holzhandlung Reder lag an Alt-Österreichs Hauptverkehrsader, der Donau. Es begann in Unter-Österreich, wie man damals dieses Kronland nannte, in Korneuburg, ging über Wien und Floridsdorf und endete in Theben an der ungarischen Grenze. Anders gestaltete sich der Geschäftsverkehr nach Ungarn. In Theben saßen damals große Holzhandelsfirmen, sozusagen Importeure, die mehrmals jährlich im Reder´schen Floßhafen Schwarzholz erschienen, um dort persönlich ihren Holzbedarf zu decken.

2. Schiffsmeisterei

1839 schickte Mathias Reder seinen erst vierzehnjährigen Sohn Josef als Lehrling in die Holzhandlung Ettl nach Floridsdorf. Dieser, von Jugend an mit dem Wasser verwachsen, legte 1847 die Schiffsmeisterprüfung ab und begann seine Tätigkeit vorerst mit einem Schiffszug. Der Warenverkehr zu Lande war sehr umständlich und teuer, sodass insbesondere für Massengüter wie Holz der Wasserweg vorgezogen wurde. Mit der Erbauung der Eisenbahnen fand diese Art der Schifffahrt jedoch in den letzten Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts ihr Ende. Die Holzhandlung in Steyr hatte sich jedoch so gut entwickelt, dass dies keine schädigende Wirkung hatte. Mathias Reder konnte sich während der langen Jahre seiner Tätigkeit im Holzhandel  ein bedeutendes Vermögen erwerben. Er stand bei seinen Mitbürgern in hohem Ansehen und bekleidete bis zu seinem Tod am 5. Oktober 1865 das Ehrenamt des Zöchmeisters der Bruderschaft der bürgerlichen Floß- und Schiffleute von Steyr. Nach ihm übernahm sein Sohn Josef Reder, der sich bis dahin hauptsächlich mit der Schiffsmeisterei befasst hatte, nunmehr die Holzhandlung.

IV. Der große Geschäftsaufschwung unter Josef Reder

In die Zeit seines Wirkens fällt der ungeheure wirtschaftliche Aufschwung während der so genannten Gründungsperiode, der die aller größten Umsätze, die die Firma jemals erreicht hat, zeitigte. Sein erste Bilanz aus dem Jahre 1865 weist eine Bilanz von 51.000 Gulden aus. Im Jahre 1865 errichtete Josef Reder eine ständige Vertretung in Wien. Zwei Jahre später erwarb er an der Mündung des Ramingbaches in die Enns ein Grundstück und baute dort ein Dampfsägewerk; daneben Hatte er noch eine kleinere Säge in Neuzug an der Steyr gekauft und zwei weitere Werke gepachtet. Der Wirtschaftskrach des Jahres 1873 brachte schwere Verluste. Um den Absatzschwierigkeiten im Inland zu begegnen, schuf Reder einen Ausgleich durch Exporte nach Bayern, Sachsen und in das Saargebiet. 1879 pachtete er in Wien neben der heutigen Friedensbrücke am Ufer des Donaukanals einen Lagerplatz und errichtete darauf eine Holzhandlung. Eine Entscheidung, die für die Weiterentwicklung der Firma von Grund legender Bedeutung war.

V. Der Gang der Firma unter Josef und Carl Reder

Am 1 März 1881 übergab Josef Reder seinen beiden Söhnen Josef (1854-1885) und Carl (1856-1943) das Unternehmen und zog sich in das Privatleben zurück. Auch er hatte sich, wie bereits sein Vater, die rückhaltlose Anerkennung seiner Mitbürger durch seinen lauteren Charakter verdient. Seine Söhne, die eine gediegene Ausbildung im Ausland erhalten hatten, unterstützten schon mehrere Jahre ihren Vater im Geschäft und ließen das Unternehmen als „Offene Handelsgesellschaft“ unter der Firmenbezeichnung J. & C. Reder im Handelsregister eintragen. Das Sägewerk am Ramingbach fiel 1884 einem Brand zum Opfer. Als Ersatz wurde das große Sägewerk der „Allgemeinen Baugesellschaft“ in Wien an der Brigittenauer Lände in Pacht genommen, das durch 18 Jahre hindurch im Besitz der Firma blieb. Im gleichen Jahr musste Josef Reder wegen eines schweren Lungenleidens seine Mitarbeit in der Firma aufgeben. Er starb 1885 in Kairo. Carl Reder wurde nun Alleininhaber der Firma, deren Geschicke zu lenken er für mehr als sechzig Jahre berufen war. 1896 kaufte er die an der Steyr gelegene Hörmühle, die zur damaligen Zeit einzige Holzmehlfabrik Österreichs. Die Hochwasserkatastrophe Ende Juni 1897 bedeutete einen außerordentlichen Schaden für die Firma, wurden doch Tausende Festmeter Rundholz fortgeschwemmt. Die Hochwasserschäden bei den Lagerplätzen an Enns und Donau beliefen sich auf rund 100.000 Gulden. Zwei Jahre später brachte ein neuerliches Hochwasser an der Enns einen ebenso hohen Verlust. Durch diese beiden Katastrophen war ein bedeutender Teil des Betriebskapitals verloren gegangen. Für Carl Reder folgten sehr harte und entbehrungsreiche Jahre. Die notwendig gewordene Reorganisation der Firma ging mit entsprechenden Sparmaßnahmen einher. Zusätzlich führte die nachlassende Baukonjunktur um die Jahrhundertwende zur folgerichtigen Entscheidung, das Büro in Steyr aufzulassen und den Pachtvertrag für das Stück um nur Sägewerk der „Allgemeinen Baugesellschaft“ nicht mehr zu erneuern. Der Rundholzhandel wurde nunmehr an der Brigittenauer Lände in Wien abgewickelt, das Schnittholz gelangte auf einem gepachteten Lagerplatz in der Treustraße 35 zum Verkauf, wohin nunmehr auch das Firmenbüro verlegt wurde. Der Rundholzhandel ging seit den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts erheblich zurück., sodass sich Carl Reder entschloss, sich mehr auf den Handel mit Schnittholz einzustellen. Auf dem vergrößerten Platz in Wien XX, Treustraße 35, wurde 1911 schließlich ein Laubschnittholzlager angelegt und ein Hobelwerk errichtet. Im gleichen Jahr begann Josef Reder, der einzige Sohn Carl Reders, in der Wiener Firma seine Tätigkeit. Diese dauerte jedoch nur 3 Jahre, da er im 1. Weltkrieg am 1. August 1914 einrücken musste und bis 1917 an der Front stand. In diesem Jahr wurde er für die Holzmehlfabrik freigestellt und trat als Gesellschafter in das Unternehmen ein. Aus den Gefahren der Inflationszeit wusste Carl Reder die Firma gut herauszuhalten; 1922 konnte der Lagerplatz Treustraße sogar vergrößert und der bisher gepachtete Teil erworben werden. Die Konkurrenzverhältnisse waren in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg naturgemäß sehr schwierig. Mit zäher Arbeit und großem Fleiß gelang es dennoch, das Unternehmen vorwärts zu bringen.  Jahre schöner Erfolge wurden durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise 1929 unterbrochen. Durch sorgsame Geschäftspflege konnte jedoch auch diese Krisenzeit überwunden werden.  Die bekannten Ereignisse des Jahres 1938 , die Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich, brachte eine grundlegende Änderung der Marktverhältnisse. Der Holzüberschuss Österreichs fand nun zur Gänze Absatz im Inland. Darüber hinaus wurde die Einfuhr stark ausgebaut und ein großes Lager von Importhölzern angelegt. Am 1. Jänner trat der bereits seit 1922 in der Firma als Prokurist tätige Dr. Franz Reder als Gesellschafter ein und leitete neben dem damaligen Seniorchef Carl Reder die Holzhandlung in Wien.   

VI. Die Firma unter Dr. Franz Reder und Josef Reder

Am 19. März 1943 starb Carl Reder im 87. Lebensjahr. Nach seinem Tod verblieben als Gesellschafter der Firma sein Sohn Josef und Dr. Franz Reder. Kriegsbedingte Einschränkungen – so brannte das Hauptlager etwa vollständig ab; die anderen Lager wurden geplündert - machten ein fortgesetztes Improvisieren erforderlich. Sofort nach dem Krieg wurde mit der „Wiederbelebung“ der Firma begonnen. Ida Reder, seit 1931 in der Firma, wurde als Gesellschafterin aufgenommen. In der Folgezeit der Besatzung erwarb sie sich erhebliche Verdienste um die Firma. Das Haupthindernis in den ersten „Friedensjahren“ lag im Fehlen fast aller Verkehrsmittel. Aber auch diese Klippe wurde überwunden und bereits 1946 verfügte die Firma über zwei schwere Lastwagen. 1956 bestand der Firmen eigene Fuhrpark aus 23 Motorfahrzeugen. Vordringliches Bestreben der Firma in den Nachkriegsjahren war es, den alten Kundenstock wenigstens mit dem notwendigsten Holz zu versorgen. Gleichzeitig wurde begonnen, Exportverbindungen aufzunehmen. Des weiteren wurde der in der Holzverwendung tretenden Veränderung Rechnung getragen und Handel mit Sperrholz- und Paneelplatten erweitert. Die hiezu nötigen Lagerhallen wurden gebaut und auch der Handel mit Faserplatten und Furnieren aufgenommen.  1949 wurde das wieder aufgebaute Bürohaus seiner Bestimmung übergeben; 1951 konnte der wirtschaftliche Leistungsgrad der Jahre 1939-1944 wieder erreicht und sogar gesteigert werden. 1956 präsentierte sich die Firma J. & C. Reder als ein sowohl für die Inlandsversorgung als auch für den Export gut fundiertes, in jeder Beziehung leistungsfähiges Unternehmen seiner Art.

VII. Die „Neuzeit“: Von J&C Reder KG zur Holz-HRAD Ges.m.b.H.

Nach internem Zwist zwischen den Eigentümern würde 1978 das Unternehmen auf geteilt. Der Holzplatz in der Treustraße wurde als Hauptsitz des "Wiener" Teils beibehalten. Als Folge der Insolvenz des abgespaltenen Teiles der Reder KG und dem Tode des damaligen Komplementäres, Josef Reder, musste auch der Wiener Teil 1980 zunächst den Ausgleich anmelden. Eine umfangreiche Sanierung inkl. Verkauf des Grundes in der Treustraße und Übersiedelung an die heutige Adresse war jedoch nicht erfolgreich und so musste 1980 der Gang zum Konkursrichter angetreten werden. Bis 1994 wurde der Betrieb als Massefortbetrieb aufrecht erhalten, Betriebsleiter war einer der heutigen Gesellschafter. 1994 erfolgte dann die Gründung der Holz-HRAD Ges.m.b.H. welche mit 01.01.1995 die verbleibende Masse der J&C Reder KG übernahm. In nunmehr 6. Generation nach dem Gründer, lenkte von 1995 bis 2003 Ing. Günther Hrad (geb. am 5.4. 1944) die Geschicke der Firma. Er ist der Sohn von Erika Hrad (geb. Reder) und damit direkter Nachfahre von Mathias Reder. Sein Sohn Ing. Georg Hrad (geb. 13.8.1970) ist nun seit 2003 Geschäftsführender Gesellschafter.

Nachwort

Die Geschichte der Firma J. & C. Reder und deren Nachfolger, der Firma Holz-HRAD Ges.m.b.H. führte bis jetzt über 183 Jahre und 7 Generationen, eine Zeitspanne, die reich an  Krisen, politischen und sozialen Umwälzungen war. Dazu haben Hochwasser, Feuer und Wirtschaftskrisen dem Unternehmen in der Vergangenheit arg zugesetzt. Trotzdem ist es gelungen, die Firma durch nunmehr sieben Generationen hinweg zu erhalten und sie nach Rückschlägen immer wieder in die Höhe zu führen.